Das Konzept der neuen Orgel

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Das Flensburger Instrument geht völlig neue Wege: Statt einer der üblichen Universalorgeln, auf denen alles spielbar ist, aber auch alles gleich klingt, werden hinter dem historischen Prospekt zwei Stilinstrumente gebaut, die die Geschichte der Orgel nachzeichnen. Die Schnitger-Orgel wird unter Verwendung noch vorhandener historischer Pfeifen rekonstruiert:

Ihre spezifischen Wesensmerkmale, die mitteltönige Stimmung und lebendige, gleichsam »atmende« Windversorgung aus drei großen Keilbälgen, werden die Musik des norddeutschen Barock authentisch widergeben. Der Spieltisch mit drei Manualen und Pedal befindet sich am Hauptgehäuse auf der alten Empore Ringeringks.

Hinter dem historischen Gehäuse steht eine symphonische Orgel mit den Merkmalen großer romantischer Orgeln, mit moderner, gleichstufiger Stimmung. Wind kommt aus acht Magazinbälgen, die das große Instrument mit symphonischen Wind bedienen.

Dadurch erklingt die Orgel vom zartesten Pianissimo bis zum grandiosen symphonischen Tutti mit homogener und melodiebetonter Klanglichkeit. Diese zweite Orgel besitzt einen eigenen, freistehenden Spieltisch auf der Sängerempore mit vier Manualen und Pedal.